Aktuelles Communication Management

22.09.2017

Auszeichnung für Master-Absolventin des Instituts

Der diesjährige Nachwuchspreis des Bundesverbands deutscher Pressesprecher (BdP) für die beste Abschlussarbeit aus den Medien- und Kommunikationswissenschaften mit Bezug zum Kommunikationsmanagement an deutschen Hochschulen geht an Meike Ostermeier.

Die Absolventin des Master-Studiengangs Communication Management der Universität Leipzig hat in einer inspirierenden Studie gezeigt, wie Kommunikationsabteilungen die digitale Transformation von Unternehmen in verschiedensten Dimensionen unterstützen können. Die Arbeit wurde von Professor Ansgar Zerfaß (Lehrstuhl für Strategische Kommunikation) betreut. Meike Ostermeier nahm den Preis am 21. September 2017 bei einer Gala im Berliner Friedrichsbau-Palast vor über 1.000 Branchen- und Medienvertretern entgegen.

Die Verfasserin entwickelt auf der Basis von Experteninterviews ein Modell, das Handlungsfelder und Unterstützungsmöglichkeiten der Unternehmenskommunikation bei der digitalen Transformation skizziert. Ein zentraler Aspekt ist, dass Kommunikationsabteilungen zuerst selbst einen digitalen Transformationsprozess durchlaufen müssen, um die entsprechenden Handlungsfelder im Unternehmen besetzen zu können. Ostermeier habe einen „umfassenden und innovativen Ansatz“ gewählt, der „alle drei Rollen des Kommunikators 4.0 vom Handwerk über das Stakeholdermanagement bis zum beratenden Coaching“ abdecke und der „angesichts der Unvermeidlichkeit dieses Changeprozesses eine besonders hohe Relevanz für die Praxis“ habe, begründete die Jury ihre Entscheidung. Die wissenschaftliche Studie der Preisträgerin wird demnächst als Buch veröffentlicht.

Die digitale Transformation gilt derzeit als größte Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Stichworte wie „Industrie 4.0“ zeigen, dass es längst nicht mehr nur um Start-Ups und E-Commerce-Plattformen, sondern um den Wandel von Geschäftsprozes­sen und Kundenbeziehungen in allen Branchen geht. Gleichzeitig belegen die Inhalte aktueller Branchenmagazine und -veranstaltungen, dass das Thema auch in Kommunikation, Merketing und PR allgegenwärtig ist. Dort wird bislang vor allem gefragt, was die Digitalisierung für die Funktion selbst bedeutet. Beispielsweise wird der Trend zu Online, Social Media, Medienkonvergenz und Newsrooms in allen Facetten diskutiert. Der Blick richtet sich damit vor allem auf die Kommunikation selbst, die im Allgemeinen allerdings nicht der zentrale Leistungsprozess eines Unternehmens bzw. einer Organisation ist. Meike Ostermeier durchbricht diese Sichtweise und fragt in ihrer Studie, welchen Beitrag die Unternehmenskommunikation leisten kann, um die digitale Transformation des ganzen Unternehmens voranzubringen. Damit eröffnet sie neue Handlungsmöglichkeiten für das Berufsfeld in Zeiten des digitalen Wandels.

Die Auszeichnung für Meike Ostermeier unterstreicht einmal mehr die führende Rolle des Leipziger Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft in der forschungsbasierten Ausbildung. Seit 2007 erhielten bereits 12 Absolventinnen und Absolventen von Professor Zerfaß auf nationaler oder europäischer Ebene Auszeichnungen für ihre Abschlussarbeiten von verschiedenen Berufs- und Wissenschaftsorganisationen.