Empirische Kommunikations- und Medienforschung

Forschung

Neben der ausführlichen Beschäftigung mit methodologischen und methodischen Aspekten und Entwicklungen der empirischen Sozialforschung bilden die Forschungsschwerpunkte der Abteilung insbesondere die Bereiche Medienrezeptions- und Wirkungsforschung sowie Medieninhalts- und Mediennutzungsforschung. Bei (und trotz)  aller Unterschiedlichkeit lassen sie sich unter dem Leitmotiv  „Medien - Medienrealität - subjektive Realität" subsumieren.

Im Bereich der Rezeptions- und Wirkungsforschung wurden in den letzten Jahren größere Projekte zur Realitätsvermittlung im Fernsehen (Früh), zu Gewaltdarstellungen in den Medien und deren Auswirkungen (Früh), im Bereich der Unterhaltungsforschung (TDU) (Früh, Früh/Stiehler) sowie zu subjektiven Medientheorien (Stiehler/Schorb) durchgeführt.

Im Bereich der Mediennutzungsforschung und der Medieninhaltsforschung wurde vor allem zur Darstellung Ostdeutschlands im Fernsehen und zu den Spezifika der ostdeutschen Mediennutzung (Früh/Stiehler) geforscht.

Daneben wurden und werden wissenschaftstheoretische und metatheoretische Fragestellungen der Kommunikationswissenschaft bearbeitet, sowie Beiträge zur Entwicklung des methodischen Instrumentariums der KMW geleistet (insbes. im Bereich der Inhaltsanalyse).

Infrastrukturell werden die Forschungsaktivitäten der Abteilung durch ein Labor zur Erhebung psychophysiologischer und RTR-Daten unterstützt, sowie durch ein abteilungseigenes TV-Archiv, in dem u.a. seit 1994 kontinuierlich eine Stichprobe des Fernsehprogramms archiviert wird.

Rezeptionslabor

Eine adäquate Beantwortung von Fragestellungen, die sich damit beschäftigen, was während der Rezeption geschieht und im Rezipienten vorgeht (also z.B. während des Anschauens eines Films oder dem Spielen eines Computerspiels), erfordert den Einsatz prozessbegleitender Datenerhebungsverfahren. Verschiedene solcher Messverfahren beginnen sich in den letzten Jahren auch in der Kommunikationswissenschaft zu etablieren, darunter die sog. „Real-Time-Response“ (RTR) oder auch »Continuous Response Measurement«-Verfahren (CRM), aber auch Messungen psychophysiologischer Parameter. Die Abteilung Empirische Kommunikations- und Medienforschung verfügt seit einiger Zeit über ein Labor mit der notwendigen technischen Ausstattung zur Erhebung solcher Daten. Dieses können interessierte Mitarbeiter und Studierende nach einer Einweisung für Ihre Arbeiten in Anspruch nehmen.

Zur Koordination der Belegung steht Ferner ein Online-Kalender zur Verfügung, Informationen dazu sowie Zugangsdaten können Lehrende und Studierende von Benjamin Bigl oder Felix Frey erhalten.