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Aktuelles Journalistik

30.12.2011

Wissenschaft trifft Praxis

Journalistik-Erstsemester besuchen Sächsische Zeitung

Leipziger Journalistikstudenten erhalten exklusiven Einblick in die Sächsische Zeitung – Foto: Robert Michael

Leipziger Journalistikstudenten erhalten exklusiven Einblick in die Sächsische Zeitung – Foto: Robert Michael

Besuch in Dresden im Pressehaus bei der Sächsischen Zeitung: Das erste Fachsemester des Master-Studiengangs Journalistik hat Ende November einen exklusiven Einblick in die Redaktion und das Entwicklungslabor der Sächsischen Zeitung bekommen. Unter dem Titel „Wissenschaft trifft Praxis“ diskutierten rund 55 Studierende mit der Chefredaktion über die Herausforderungen des Blattmachens und der Verzahnung mit dem Online-Angebot. Nach einem Rundgang durch die Arbeiten zum Deutschen Karrikaturpreis 2011 nahmen die Studenten den Newsroom der SZ – im hauseigenen Jargon auch „NewSZroom“ genannt – in Augenschein. Der SZ-Besuch war Teil des Seminars „Einführung in das methodische Recherchieren“.

Die größte Herausforderung, so SZ-Chefredakteur Uwe Vetterick, sei die Zeit des Lesers zu gewinnen. Die SZ analysiere daher die Lesegewohnheiten und -interessen ihrer Abonnenten genau, um das Blatt „so zu gestalten, dass es gerne gelesen wird“. Dafür investiert die SZ auch in Rezpientenforschung und geht nach Erfahrungen mit Readerscan eigene Wege. Aber auch interne Coachings sollen die Qualität weiter verbessern helfen, so Vetterick.

Damit einher gehen eine ganze Reihe an Fragen, die der stellvertretende Chefredakteur Olaf Kittel mit den Studenten diskutierte und die künftig einer empirischen Untersuchung durch die Leipziger Journalistik I unterzogen werden sollen. Dazu wurde am Rande der Veranstaltung eine Forschungszusammenarbeit mit dem Verlag verabredet. Dabei geht es auch um crossmediale Angebote und paid-content-Modelle. Im kommenden Sommer wird sich die Journalistik I mit einer Einladung nach Leipzig für die Gastfreundschaft revanchieren und die Diskussion über die Zukunft der Zeitung fortführen. Dann heißt es: Praxis trifft Wissenschaft.