Historische und Systematische Kommunikationswissenschaft

Lehre

 

Sommersemester 2012

B.A.-Modul 102-2: Kommunikations- und Mediengeschichte

Vorlesung, wöchentlich, Mo 17-19 Uhr, HS 3

Beginn: 16.04.2012

Die Vorlesung konzentriert sich historisch auf die Weimarer Republik. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Organisation und Struktur der Presse, des Rundfunks und der Korrespondenzen.

M.A.-Modul 411: Historische Kommunikationswissenschaft

Die Struktur der Zeitung in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Seminar, wöchentlich, Mo 13-15 Uhr, Burgstraße 21; Raum 5.21

Beginn: 16.04.2012

Die Kenntnisse über die Struktur der Zeitung in Deutschland beruhen im Wesentli­chen auf der Studie »Statistische Untersuchung über die Zeitungen Deutschlands 1885-1914« von Gerhard Muser, einer 1918 veröffentlichten Leipziger Disserta­tion. Die Strukturelemente dieser Erhebung bilden die Anzahl der Zeitungen und der Verlagsorte, die Erscheinungshäufigkeit, die Auflagengröße sowie die Abonne­ments- und die Anzeigenpreise. Die Begrenzung auf diese Strukturelemente ist nicht theoretisch begründet, sondern auf die Quelle zurückzuführen, die Muser ausgewertet hat: Der Zeitungskatalog der Annoncen-Expedition Rudolf Mosse.

Ziel des Moduls ist es, die von Muser gewonnenen Daten (insbesondere für die Stichjahre 1906 und 1914) durch eine eigene empirische Erhebung zu ergänzen und zu überprüfen. Dabei soll nicht (nur) der von Muser ausgewertete Mosse-Ka­talog, sondern das 1902 von Joseph Kürschner veröffentliche ›Handbuch der Pres­se‹ als Datenbasis dienen. Sein Vorzug besteht darin, dass es neben den von Muser be­rücksichtigten Strukturelementen weitere verzeichnet (u. a. über die politische Richtung, die Verlage und Redaktionen), die wiederum einen Vergleich gestatten zur weiteren Entwicklung bis zum Ende der Weimarer Republik.

In dem Seminar, der ersten Moduleinheit, soll zunächst der presse- und berufshi­storische bzw. -statistische Forschungsstand der Kommunikationswissenschaft aufgearbeitet werden. Im zweiten Schritt wird es die Aufgabe sein, ein Erhebungs­ziel zu formulieren und dafür ein Untersuchungskonzept sowie ein Erhebungsin­strument zu entwickeln. Mit seiner Hilfe sollen im dritten Schritt Teilerhebungen vorgenommen und deren Befunde im abschließenden Schritt erörtert und vergli­chen werden.

Ein Arbeitsplan, ein Literaturverzeichnis und Kopien aus dem ›Handbuch der Presse‹ (1902) werden zur ersten Seminarsitzung bereitgestellt.

 

Methoden und Quellen für die sekundärstatistische Untersuchung der Zeitungs- und Berufsstruktur in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Seminar, wöchentlich, Mi 09-11 Uhr, Burgstraße 21; Raum 5.21

Beginn: 18.04.2012

Das Seminar, die zweite Moduleinheit, ist als methodische, quellenkundliche und propädeutische Ergänzung zur ersten Moduleinheit angelegt. Auf der Grundlage einer Einführung in die Pressestatistik und -kritik und in die Quellenkunde der Pressestatistik (Zeitungskataloge der Annoncenexpeditionen: Mosse; Hasenstein & Vogler; Pressehandbücher: Kürschner, Michel) wird es vor allem die Aufgabe sein, ein Instrument für die Erhebung von pressestatistischen Daten zu erarbeiten so­wie Verfahren und Dimensionen für die Auswertung und Darstellung dieser Daten. Ziel des Seminars ist es, Kenntnisse und Fertigkeiten der empirischen historischen Forschung, nach Möglichkeit auch der Erarbeitung eines wissenschaftlichen Textes zu vermitteln.

 

Reflexionscolloquium

Colloquium, wöchentlich, Mi 7.30-09.00 Uhr, Burgstraße 21; Raum 3.28

Beginn: nach Vereinbarung

Im Mittelpunkt des Colloquium steht der akademischen Semesterabschlusstag des Lehrstuhls für Historische und Systematische Kommunikationswissenschaft. Darü-ber hinaus besteht nach Anmeldung die Gelegenheit, bestimmte inhaltliche, quel-lenkundliche oder propädeutische Fragestellungen im Zeitfenster Mi 7.30- 9.00 Uhr zu besprechen.