Medienwissenschaft und Medienkultur

Dr. Fernando Ramos Arenas

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Medienwissenschaft und Medienkultur

Burgstraße 21, Raum 2.20

D-04109 Leipzig

Tel.: (0049) 0341-9735762
Fax: (0049) 0341-9735749

Sprechstunde

Ab dem 01.10.2015 bitte um Voranmeldung per E-Mail.

Zwischen Oktober 2015 und Oktober 2016: Visiting Scholar an der Universidad Complutense, Madrid. Dept. Historia de la Comunicación Social als P.R.I.M.E. Research Fellow

Forschungsprojekt unterstützt vom DAAD, kofinanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und EU Marie Curie Actions. Mehr Infos hier.

As associate researcher: E-Story Media and History From Cinema to the Web

Digital integration in teaching and learning is a necessary step for European schools, especially when it comes to the teaching of History. Actually, despite the majority of European students being native digitals, audiovisual and multimedia sources still represent an unexploited potential for the teaching of History in a European perspective.

E-STORY objective is that of enriching teaching of History mainly at secondary school level through transmitting new didactical methodologies for teachers, teachers’ trainers, researchers and students of History and media that are based on the use of the web and ICTs.

The project will last 36 months and will see the participation of 8 partners representing 7 European countries:

PARRI-Italy

UNIR-Spain

ERI-Slowenia

IFIS PAN-Poland

KDKKA-Hungary

Euroclio-Netherlands

UoL-United Kingdom

 

DURATION: 36 MONTHS

START/END DATE: 01-09-2015 / 01-09-2018

APPLICANT: Istituto per la Storia e le Memorie del '900 Parri

More information here

AKTUELLES FORSCHUNGSPROJEKT: Cinéphilie unter der Diktatur. Europäische Filmkultur zwischen 1955 und 1975 am Beispiel Spaniens und der DDR

PROJEKTMITARBEITER:

Dr. Fernando Ramos Arenas, Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz

PROJEKTBESCHREIBUNG:

Die Herausbildung eines neuen Filmverständnisses in Frankreich seit Mitte der 1950er Jahre – noch vor dem Autorenfilm und der „Nouvelle Vague“ – ist als ein Phänomen zu verstehen, das sich als Rebellion gegen traditionelle filmkulturelle Umstände in Frankreich verstand, aber darüber hinaus weite filmkulturelle Kreise zog. Es handelte sich um eine neue Art, sich Filme anzuschauen, über sie zu reden und diesen Diskurs zu verbreiten, um eine aktivere, leidenschaftliche Teilnahme der Rezipienten am „filmischen Erlebnis“. In den Verhaltensweisen, Ritualen und Diskursen der Cinéphilen ist der Kern jener Generation zu finden, die kaum ein Jahrzehnt später die Geburt des modernen Kinos in ganz Europa prägen sollte. Inwiefern und wie setzten sich diese cinéphilen Ideen aber in diktatorischen Systemen durch, in denen kulturelle Rebellion geahndet wurde?

Dieses von der DFG finanzierte Forschungsvorhaben versteht sich als eine vergleichende Kulturgeschichte der Filmrezeption und der Expansion der cinéphilen Ideen in zwei europäischen, diktatorischen politischen Systemen (DDR und Spanien). Ausgehend von einer Analyse der filmkritischen Diskurse, die diese Ideen verbreiteten, ist das Ziel der Arbeit die theoretische Erfassung dieses Phänomens in dem kulturellen Feld (Bourdieu), in dem sich die Rezeption eines Kinos der Moderne abspielte. Bei diesem Beitrag zu einer vergleichenden Geschichte der europäischen Medienkultur stehen ästhetische und ideologische Aspekte im Vordergrund. Untersucht wird u.a. das Beispiel zweier Filmclubs in Leipzig und in Madrid samt ihren Programmen, Publikationen von ihnen und über sie, ihrer politischen, ideologischen und ökonomischen Kontextualisierung sowie anhand von Zeitzeugen-Interviews und der Analyse von Filmzeitschriften und anderen internen und externen Quellen.

Die Untersuchungsfragen:

- Wie erfolgte der Kulturtransfer von Frankreich nach Spanien und in die DDR?

- Durch welche Mittel (Zeitschriften, Neugründung von Filmklubs und Festivals, persönliche Karrierewege etc.) wurden die Ideen der Cinéphilie aufgenommen?

- Mit welchen Modifikationen unterschiedlicher Aspekte des ursprünglichen französischen cinéphilen Diskurses ging dieser Transfer einher? 

Den hier untersuchten nationalen Ausprägungen liegt die folgende Arbeitshypothese zugrunde: Die Expansion des cinéphilen Diskurses ab Anfang der 1960er Jahre über die französischen Grenzen hinaus geht im filmkritischen Diskurs mit einer Neubestimmung des Films als eines kulturellen Artefakts einher. Schwerpunkt in den neuen cinéphilen Diskursen ist die Thematisierung des Kunststatus des Filmwerks. Dies trug wesentlich zur Herausbildung oder Neubestimmung eines filmischen Feldes bei, das einen hohen Grad an Autonomie gegenüber anderen gesellschaftlichen Feldern (Ökonomie, Politik, Institutionen) besaß. Im Laufe der folgenden Jahre tendierten die vornehmlich formästhetischen Debatten einer ersten französischen Cinéphilie dazu, politische Aspekte in ihre Überlegungen zu integrieren (vgl. die Evolution von Cahiers du Cinéma während der frühen 1960er bis zu ihrer maoistischen Phase um 1968). Die Arbeitshypothese lautet in dieser Hinsicht, dass diese Verschmelzung von formästhetischen und sozial-kritischen Filmkritik zu einer modernen Form der Cinéphilie als Widerstandsdiskurs innerhalb der jeweiligen Filmkulturen führte.

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über den Zeitraum von 36 Monaten gefördert.

MITGLIEDSCHAFTEN / ANDERE AKTIVITÄTEN

Mitglied des Redaktionellen Beirats von Comunicación y Medios

Mitglied im Zentrum für Wissenschaft und Forschung, an der Gesellschaft für Medienwissenschaft (AG Filmwissenschaft und Genre Studies), an der International Association for Media and History (IAMHIST), and an der European Network of Cinema and Media Studies

April 2013 - April 2015: Mittelbauvertreter im Institutsrat

Seit Oktober 2013: Mittelbauvertreter im Fakultätsrat

Leitung Medienarchiv am Institut für KMW der Universität Leipzig

Studienfachberater Bacherlor KMW