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Neue Studie zur Leipziger Medien- und Kreativwirtschaft. Auswertung und Analyse vom Lehrstuhl Öffentlichkeitsarbeit/PR.
Vor kurzem wurde in Leipzig die neueste Studie zur Leipziger Medien- und Kreativwirtschaft vorgelegt, die in einer Reihe von sechs früheren Studien zum Leipziger Medienstandort zu sehen ist. Die wichtigsten Ergebnisse sind folgende:
• Das Cluster Medien- und Kreativwirtschaft enthält (Stadt Leipzig und Umkreis bis 10 km) rund 4.400 Unternehmen, von den insgesamt 60.490 Unternehmen der Gesamtwirtschaft zählen 7,3 % zum untersuchten Cluster.
• Etwa drei Viertel der Medien- und Kreativwirtschaft sind gewerbliche Einzelunternehmen (40 %) und GmbH´s respektive UG’s (zusammen 36 %).
• Insgesamt arbeiten ca. 44.500 Menschen als „feste“ und „freie“ Mitarbeiter in Unternehmen des Clusters Medien- und Kreativwirtschaft. Dies entspricht einem Anteil von 12 % an der Gesamtwirtschaft. Jeder achte Einwohner Die größte Anzahl an Beschäftigten gehört zum Segment der Informations- und Kommunikationstechnologie.
• Die Medien- und Kreativwirtschaft verzeichnet eine Ausbildungsquote von 17%. Besonders Rundfunk und Film setzten auf die Ausbildung junger Fachkräfte.
• Es kann von einem Gesamtumsatz des Clusters in einem Bereich zwischen 3 bis 4 Mrd. Euro ausgegangen werden. Die höchsten Gesamtumsätze erwirtschaftete die Subbranche Informations- und Kommunikationstechnologie, gefolgt von Rundfunk und Film sowie Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Messe- und Ausstellungswesen.
• Fast jeder Zweite sagt eine bessere wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zum Jahr 2010 voraus (46 %), für ca. ein Drittel ist die Situation gleich geblieben. In der Prognose für die nächsten 1 bis 2 Jahre äußern sich 51% sehr zuversichtlich, 23,0 % erwarten eine Entwicklung analog dem Jahr 2010.
• 81 % der befragten Unternehmen sind mit dem Standort Leipzig zufrieden bzw. sehr zufrieden. Überdurchschnittlich zufrieden sind Künstler, Musiker sowie Anbieter medialer und kultureller Dienstleistungen. Ein insgesamt positives Fazit kommt auch von Seiten der Marketing-Experten, aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit, von Journalisten und Verlegern sowie IT Fachleuten.
Staatsminister Dr. Johannes Beermann, Chef der Sächsischen Staatskanzlei: stellt fest: “Die Ergebnisse der Studie bestätigen die erfolgreiche Politik zur Entwicklung des Standorts. Die in Leipzig angesiedelten großen Player ziehen immer neue Projekte zwischen Technik und Kultur an. Viele Firmen sind so gegründet worden. Ich freue mich über die Initiative dieser Unternehmer und ihre Zufriedenheit mit dem Standort. Die Empfehlungen für die Zukunft nehmen wir ernst. Ich lade die Branche ein, sich mit uns weiter zu engagieren und so zur Attraktivität des Medienstandorts Leipzig beizutragen.” Uwe Albrecht, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft und Arbeit der Stadt Leipzig nimmt wie folgt Stellung: „Unsere neue Studie analysiert […] erstmals auch die Leipziger Kreativwirtschaft und weist so deren steigende ökonomische Bedeutung anhand von Zahlen und Fakten nach. Auch unter dem Aspekt, dass mit dem Kreativbereich ein neuer Wirtschaftszweig mit eigenen Firmen und Mitarbeitern in die Studie eingeflossen ist, lässt sich für das Cluster „Medien- und Kreativwirtschaft" eine insgesamt positive Entwicklung mit weiter gewachsenen Unternehmens- sowie Beschäftigtenzahlen feststellen." Prof. Bentele stellte in der Pressekonferenz fest, dass die Medien- und Kreativwirtschaft für Leipzig ein besonderes Gewicht dadurch erhalte, dass diese Leipzig kommunikativ (z.B. in Filmen, Fernsehserien, online) überregional, national und international vertrete. Diese auch ökonomisch wichtige Imagefunktion für Leipzig gehe weit über die nur wirtschaftlichen Kennziffern hinaus.
Die vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig, der Sächsischen Staatskanzlei und der DREFA Media Holding GmbH in Auftrag gegebene Studie zum Medien- und Kreativstandort Leipzig 2010/2011 hat gegenüber den bisher veröffentlichten sechs Studien zum Medienstandort Leipzig, die sich ausschließlich auf die klassische Medien- und Kommunikationswirtschaft bezogen haben, zusätzlich den Bereich der Kreativwirtschaft analysiert. Hintergrund ist die neue Cluster-Definition „Medien- und Kreativwirtschaft“, welche das bisherige Cluster „Medien/Kommunikation/IT“ um die Teilmärkte Kultur- und Kreativwirtschaft erweitert. Für die aktuelle Erhebung wurde erstmals die traditionelle Befragungs- und Hochrechnungsstudie durch eine sekundärstatistische Analyse sowie einen qualitativen Teil ergänzt. Durch diese verfeinerte Strukturierung ist ein Vergleich mit den bisherigen Studien zum Medienstandort sowie den Kultur- und Kreativwirtschaftsberichten der Länder möglich. Die Feldarbeit und die Datenaufbereitung leistete das Leipziger Institut für Marktforschung. Die anschließende Auswertung, Darstellung und Interpretation der Daten oblag dem Lehrstuhl für Öffentlichkeitsarbeit / PR des Institutes für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig (Prof. Bentele, Dr. Liebert, Ronny Fechner, M.A.). Die Erstellung der Studie wurde im Rahmen des EU Projektes CLUSNET mit Mitteln aus dem EU Programm INTERREG IVC gefördert und ist im Internet unter www.leipzig.de/medienstudie abrufbar.
> Eine Übersicht über ausgewählte Ergebnisse (Webseite der Stadt Leipzig).
> Präsentation zur Studie Medien & Kreativstandort Leipzig 2010 (PDF 878 kB)
> Flyer Medien & Kreativwirtschaft (PDF 566 kB)




