Honorarprofessuren

Prof. Ruprecht Eser - Honorarprofessor der Abteilung Journalistik

Ruprecht Eser ist Jahrgang 1943. Er besuchte die Schule bis zum Abitur in Leipzig. 1961 ging der gebürtige Wittenberger nach West-Berlin, wo er bis 1967 an der Freien Universität Publizistik, Politologie und Soziologie studierte. Nach dem Examen arbeitete er für drei Jahre als Redakteur bei der BBC in London in der Abteilung German Service.

Es folgte der Einstieg beim ZDF, wo er als Redaktionsleiter zahlreiche Dokumentationen, Reportagen, Wahl- und Sondersendungen, ZDF-Hearings und die politische Talkshow „5 nach 10“ verantwortete. 1984 berichtete Ruprecht Eser für das ZDF aus London, danach moderierte und leitete er bis 1992 das „heute-journal“.

Nach 14 Monaten als Programmdirektor bei VOX kehrte er 1993 zum ZDF zurück, wo er die politische Gesprächssendung „halb 12 - Eser und Gäste“ moderierte. 1995 bis 1997 war Ruprecht Eser Chefreporter des ZDF. Im Anschluss leitete er die Hauptredaktion Gesellschafts- und Bildungspolitik. 2004 bis 2008 berichtete Ruprecht Eser erneut als leitender Korrespondent aus dem ZDF-Studio in London. Danach moderierte er die Sendung „Talk im Hangar 7“ des österreichischen Privat-Fernsehsenders Servus TV.

Ruprecht Eser war seit 2011 als Lehrbeauftragter für die Abteilung Journalistik tätig. Im November 2013 wurde er an der Universität Leipzig zum Honorarprofessor für Fernsehjournalismus ernannt.

 

Prof. Wolfgang Kenntemich - Honorarprofessor der Abteilung Journalistik

Prof. Wolfgang Kenntemich, Jahrgang 1946, war von November 1991 bis zu seinem Ruhestand 2012 Chefredakteur Fernsehen beim Mitteldeutschen Rundfunk.

Nach dem Abitur 1966 wurde er Freier Mitarbeiter der „Allgemeinen Zeitung Coesfeld“. Noch im selben Jahr ging Kenntemich als Offizier auf Zeit zur Bundeswehr. Dort war er u. a. Presse- und Jugendoffizier. Als politischer Redakteur arbeitete Kenntemich ab 1970 drei Jahre lang bei den „Westfälischen Nachrichten“ in Münster. 1973 wechselte er als Redakteur zur Nachrichtenagentur Deutscher Depeschen Dienst (ddp). 1979 wurde er dort Chefredakteur. 1983 wechselte Kenntemich zum Axel-Springer-Verlag, wurde Bonner Büroleiter für „Bild“, „Bild am Sonntag“, „Bild der Frau“ und „Auto-Bild“. Beim Verlag Gruner + Jahr wurde Wolfgang Kenntemich 1990 als Chefkorrespondent tätig. Er baute dort die Zeitungen „Dresdener Morgenpost“, „Chemnitzer Morgenpost“ und „Berliner Kurier am Abend“ mit auf. Kenntemich ging im Januar 1991 Redaktionsgruppenleiter „Aktuelles“ zum Bayerischen Rundfunk/Fernsehen. Im gleichen Jahr noch wechselte er zum MDR, wo er als Chefredakteur maßgeblich am erfolgreichen Aufbau völlig neuer redaktioneller und programmlicher Strukturen beteiligt war. So entwickelte er Erfolgssendungen wie Brisant, Fakt, MDR-Aktuell etc. Zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk wurden große Themenabende in der ARD zu aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Fragen platziert.

Die Entwicklung neuer Sendeformate steht auch im Mittelpunkt der Seminare, die er an die Universität Leipzig seit 2004 gibt. Außerdem hält er regelmäßig Gastvorlesungen an den Universitäten von Sophia und Varna in Bulgarien.

Ausgezeichnet wurde er mit dem Hans-Klein-Medienpreis. Gemeinsam mit dem Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens Sigmund Gottlieb gründete die Gottlieb-Kenntemich-Stiftung zur Förderung osteuropäischer Studenten. Außerdem steht er als Präsident dem Mitteldeutschen Presseclubs vor.