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Kurt-Magnus-Hörfunkpreis für zwei Ex-Mephistos
Jährlich werden qualifizierte Nachwuchstalente des deutschen Hörfunks mit dem renommierten Kurt-Magnus-Preis ausgezeichnet. Zwei ehemalige Chefredakteure bzw. Moderatoren von mephisto 97.6, dem Lokalradio der Universität Leipzig, erhielten gestern in Frankfurt/Main die begehrte Auszeichnung.
Den ersten Preis, dotiert mit 6000 Euro, erhielt Ex-Mephisto Amelie Ernst vom rbb. Den mit jeweils 5000 Euro dotierten zweiten Preis teilen sich Ex-Mephisto Jan Bösche vom MDR und Tobias Nagorny von Radio Bremen.
Amelie Ernst (34) beeindruckte die Jury vor allem durch ihre vielfältige journalistische Leistung in allen Hörfunk-Formaten. Als Korrespondentin für Brandenburg verstehe es Amelie Ernst, sich mit besonderen Geschichten aus dem Alltag der Brandenburger gegen Großstadtthemen aus Berlin durchzusetzen. Die Jury lobte ihre Fähigkeit, nicht alltägliche, schwierige Situationen analytisch, behutsam und mit der nötigen Distanz zu schildern. Beispielhaft sei dafür ihre Reportage über die Rettungsstelle eines Klinikums.
Amelie Ernst begann nach dem Studium am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft und langjähriger Redakteurs- und Moderationstätigkeit bei mephisto 97.6, dem Lokalradio der Universität Leipzig, als freie Mitarbeiterin beim rbb. Seit 2009 stellt die Nachwuchsjournalistin ihre Vielseitigkeit als Redakteurin und Reporterin bei radioeins und als landespolitische Korrespondentin im bimedialen Brandenburg-Pool des rbb unter Beweis.
Jan Bösche (34) überzeugte die Jury vor allem mit einem durchgehend hohen Niveau in seiner Berichterstattung als Landeskorrespondent für Thüringen. Die anspruchsvolle Aufgabe, Themen aus dem Bundesland so aufzuarbeiten, dass sie für die Hörer im gesamten Sendegebet der Drei-Länder-Anstalt MDR von Interesse sind, gelinge Jan Bösche ausgezeichnet, so die Jury. Mit Reportagen wie „Was Thüringer Minister mit den Lottogewinnen machen" oder „Vor dem Berliner Pflegegipfel - unterwegs mit Schwester Annerose" verstehe es Jan Bösche, regionale Themen aufzugreifen, die im aktuellen Tagesgeschäft oft untergingen. In der gebotenen Kürze gelinge es ihm, plastisch darzustellen, wie Menschen mit politischen Entscheidungen umgehen, die sie unmittelbar betreffen.
Jan Bösche absolvierte sein Studium am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig und war langjähriger Redakteur, Moderator und schließlich auch Chjefredakteur bei mephisto 97.6. Seit 2009 arbeitet er als Korrespondent für MDR INFO.
Der Jury gehörten an: die Hörfunkdirektoren Heinz Sommer (HR, Vorsitzender der Jury), Hans-Dieter Heimendahl (Radio Bremen) und Wolfgang Schmitz (WDR, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission).
Siehe auch: www.hr-online.de



