Medienwissenschaft und Medienkultur

03.08.2010

Dr. Michael Kölmel Honorarprofessor für Medienökonomie u. AV-Wirtschaft

Der Medienunternehmer Dr. rer. pol. Michael Kölmel (56) ist zum 1. April 2010 zum Honorarprofessor für Medienökonomie und AV-Wirtschaft am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Abteilung Medienwissenschaft und Medienkultur, der Universität Leipzig ernannt worden.

Dr. Michael Kölmel Honorarprofessor

Dr. Michael Kölmel Honorarprofessor

Dr. Michael Kölmel; Rechte: M.Kölmel

Herr Dr. Kölmel unterrichtete und betreute Studierende u.a. bei ihren Seminararbeiten in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Der Schwerpunkt seiner praxisnahen Lehrtätigkeit lag auf dem Gebiet der Ökonomie des Filmgeschäfts. Michael Kölmel war und ist es ein zentrales Anliegen, den Studierenden die Mechanismen aufzuzeigen, die den Film zu einem relevanten Faktor des Wirtschaftsgeschehens machen. Die Honorarprofessur ist am Lehrstuhl Medienwissenschaft und Medienkultur bei Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz angesiedelt, an dem in folgenden Studiengängen gelehrt wird: Master Kommunikations- und Medienwissenschaft, Schwerpunkt Film, Fernsehen, Online; Master Hörfunk; Bachelor Kommunikations- und Medienwissenschaft.

Der 1954 in Karlsruhe geborene Michael Kölmel studierte zunächst Mathematik an der Universität in Göttingen. 1978 gründete er den ersten Filmclub und wurde 1981 Besitzer eigener Kinos in Göttingen und Umgebung. 1984 wurde er an der Georg-August-Universität zu Göttingen in Volkswirtschaftslehre zum Dr. rer.pol. promoviert. Im gleichen Jahr gründete er den „Kinowelt“-Filmverleih. Zwischen 1987 und 1989 engagierte er sich darüber hinaus in führenden Positionen reputierter Wirtschaftsmedien, wie zum Beispiel als Chefredakteur des neu gegründeten Wirtschaftsmagazins „Börse Online“. 1990 gründete er den FINANZENverlag mit den Titeln „FINANZEN“ und „Euro am Sonntag“.

1988 zog Kölmel mit der „Kinowelt“ nach München und etablierte das Unternehmen als einen der führenden deutschen Filmverleiher. 1994 entwickelte das Videolabel „Arthaus“, eine starke Marke für den anspruchsvollen besonderen Film, einem Schwerpunkt auf dem deutschen Film der Nachkriegszeit. Drei Jahre später wagte Kölmel den Schritt aufs Börsenparkett und war ab 1998 Vorstand der „Kinowelt Medien AG“. Mit dem Zusammenbruch des Neuen Marktes musste auch die „Kinowelt AG“ 2001 Insolvenz anmelden. Seit 1998 baute der Fußballfan Kölmel mit seinem Unternehmen „Sportwelt Beteiligungs GmbH“ auch die Aktivitäten im Sportrechtehandel aus und ging insgesamt elf Kooperationen mit deutschen Fußballclubs ein, u.a. mit Borussia Mönchengladbach, dem Karlsruher Sport-Club, Rot Weiss Essen, FC Sachsen Leipzig und Union Berlin. Mit der neu gegründeten „Kinowelt GmbH“ wagte Dr. Michael Kölmel 2003 den Neuanfang seines Filmgeschäfts in Leipzig und erwarb dazu von der „Kinowelt Medien AG i.I.“ den Filmbestand und die Mehrzahl der Tochtergesellschaften. Schnell wuchs das neue Leipziger Unternehmen auf mittlerweile 160 Mitarbeiter; es ist nun wieder einer der führenden unabhängigen Kinoverleiher und DVD-Produzenten Deutschlands. Kölmel verkaufte das Unternehmen 2008 an den französischen Medienkonzern „Vivendi“. Die „Red Bull Arena“ (ehemals: Leipziger Zentralstadion) ist ebenfalls im Eigentum der Familie Kölmel.

Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zur Verfügung.

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