Master of Science Journalismus

Kompetenzziele der Module


1. Semester


06-005-0001: Grundlagen des digitalen Journalismus

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, den dynamischen Strukturwandel von Kommunikation und Medien, die technischen Entwicklungen, die sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen (einschließlich der verstärkten Nutzerpartizipation) sowie die ökonomischen Kontexte grundlegend zu beschreiben, die den Journalismus heute prägen. Sie können vor diesem Hintergrund die Funktionen von Journalismus in unserer demokratischen Gesellschaft begründen und aktuelle Entwicklungen im Medienbereich selbstständig erarbeiten sowie kritisch reflektieren und diskutieren. Den Studierenden ist es möglich, die Gegenstände des Studiengangs in die Kommunikationswissenschaft mit den relevanten interdisziplinären Verknüpfungen einzuordnen. Sie können die zentralen Theorien und empirischen Befunde beurteilen. Darüber hinaus kennen sie die wichtigsten fachspezifischen Quellen.


06-005-0002: Arbeitsweisen des Journalismus

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, die grundlegenden Arbeitsweisen und Methoden der journalistischen Informationsbeschaffung und -verarbeitung sowie des Darstellens und Präsentierens theoretisch zu reflektieren und eigenständig praktisch anzuwenden. Sie können empirische Informationen methodisch und mittels verschiedener Recherchetypen, -verfahren und -techniken beschaffen, hinsichtlich Relevanz und Gültigkeit beurteilen sowie auswerten. Den Studierenden ist es möglich, die recherchierten Informationen in verschiedenen Darstellungsformen verständlich aufzubereiten. Insbesondere beherrschen sie tatsachenbetonte Darstellungsformen und haben vertiefte Kenntnisse von meinungsäußernden Formen. Darüber hinaus können sie ihr eigenes journalistisches Handeln reflektieren.


06-005-0003: Grundlagen der Sozialforschung

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, die Logik und den Ablauf sowie die theoretische und methodische Basis empirischer Sozial- und Journalismusforschung zu beschreiben und zu diskutieren. Sie können die wesentlichen empirischen Datenerhebungsverfahren charakterisieren und im Hinblick auf Fragestellungen zuordnen. Die Studierenden haben Kenntnisse von den grundsätzlichen Theorien der Sozial- bzw. Kommunikationswissenschaft und der Journalismusforschung und um deren empirische Anschlussfähigkeit. Sie können vorhandene Studien kritisch hinterfragen und ein grobes Konzept für ein empirisches Forschungsdesign entwickeln. Sie können den Studiengang als zentral auf empirischer Forschung beruhendes Studium und entsprechender Verknüpfung zu anderen Teilbereichen erkennen und begründen.


06-005-0004: Analyseverfahren 1

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, die Grundlagen der deskriptiven Statistik zu verstehen und einzusetzen. Sie besitzen breite theoretische Kenntnisse deskriptiver Statistik und können diese computergestützt anwenden. Zudem können sie deskriptive statistische Aussagen kritisch beurteilen.


10-201-2001-1: Algorithmen und Datenstrukturen 1

Nach der aktiven Teilnahme am Modul „Algorithmen und Datenstrukturen 1“ sind die Studierenden in der Lage:

  • grundlegende Datenstrukturen zu erklären,
  • einfache Algorithmen zu analysieren und deren Funktionsweise zu reproduzieren und
  • einfache Textaufgaben mit Hilfe der erlernten Algorithmen und Datenstrukturen zu lösen


10-201-2005-1: Modellierung und Programmierung 1

Nach der aktiven Teilnahme an Modul „Modellierung und Programmierung 1“ kennen die Studierenden das Programmierparadigma der Objekt-orientierten Programmierung, die zugehörigen Grundbegriffe (wie z.B. Objekt, Klasse, Instanz) und können diese auch anhand von Beispielen erläutern. Sie sind in der Lage, einfache Programme anhand von informellen Beschreibungen zu modellieren und objektorientiert zu implementieren.

 

2. Semester


06-005-0005: Organisation und Entwicklung im digitalen Journalismus

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, die systemischen, ökonomischen und organisatorischen Bedingungen des Journalismus zu beschreiben und zu analysieren. Sie können die allgemeinen Grundlagen des Mediensystems, der Medienwirtschaft und des Medienmanagements, die speziellen journalistischen Geschäfts- bzw. Finanzierungsmodelle und Fragen der redaktionellen Organisation sowie aktuelle Entwicklungen in der Medienbranche anhand zentraler Konzepte der Medienökonomie und der Organisationstheorie erläutern und reflektieren. Die Studierenden besitzen Kenntnisse, projektorientiertes Arbeiten zu planen und durchzuführen sowie Arbeitsprozesse in Teams zu strukturieren und kommunikativ und kooperativ zu leiten. Sie wissen, wie journalistische Angebote und Formate analysiert, evaluiert, marktgerecht und strategisch (weiter) entwickelt und vor Entscheidern präsentiert werden. Darüber hinaus erlangen Studierende auch grundlegende Selbstmanagement-Kompetenzen für eine freiberufliche Arbeit.


06-005-0006: Narrativität im Journalismus

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, journalistische Erzählstrukturen und -techniken zu unterscheiden, zu analysieren sowie selbst anzuwenden und zu entwickeln. Sie können Themen und Inhalte identifizieren, die sich für narrative Formen eignen, und diese selbstständig unter Nutzung der crossmedialen Möglichkeiten umsetzen. Die Studierenden sind insbesondere dazu befähigt, visuelles Storytelling zu entwickeln und praktisch umzusetzen.


06-005-0007: Erhebungsverfahren

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, die zentralen Datenerhebungsverfahren der empirischen Sozial- und Journalismusforschung grundlegend zu erläutern und voneinander abzugrenzen sowie im Hinblick auf eine Fragestellung eigenständig auszuwählen und praktisch anzuwenden. Die Studierenden besitzen im Speziellen die Fähigkeit, Forschungsgegenstände zu dimensionalisieren und zu operationalisieren und dabei die statistische Analyse zu berücksichtigen. Sie können empirische Studien planen und durchführen. Die Studierenden sind zu vertiefter methodischer Kritik anderer, aber auch eigener Studien fähig.


06-005-0008: Analyseverfahren 2

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, die Grundlagen der schließenden Statistik zu verstehen und einzusetzen. Sie besitzen breite theoretische Kenntnisse schließender Statistik und können diese computergestützt anwenden. Zudem können sie schließende statistische Aussagen kritisch beurteilen.


Wahlpflichbereich 1

10-201-2001-2: Algorithmen und Datenstrukturen 2
Nach der aktiven Teilnahme am Modul „Algorithmen und Datenstrukturen 2“ sind die Studierenden in der Lage:

  • erweiterte Datenstrukturen zu erklären,
  • komplexere Algorithmen zu analysieren und deren Funktionsweise zu reproduzieren und
  • für ein gegebenes Anwendungsszenario geeignete Algorithmen und Datenstrukturen zu wählen.

oder: 10-201-2316: Information Retrieval
Nach der aktiven Teilnahme am Modul „Information Retrieval“ sind die Studierenden in der Lage:

  • grundlegende Begriffe (wie z.B. Boolsches Retrieval, Precision / Recall, Stemming) zu definieren,
  • algorithmische Lösungsansätze (u.a. Vektorraummodell, Ranking) zu erklären und
  • diese selbständig auf Problemstellungen anzuwenden.

oder: 10-202-2209: Grundlagen der Visualisierung für Digital Humanities
Nach der aktiven Teilnahme am Kernmodul Visualisierung für Digital Humanities können die Studierenden die wesentlichen Konzepte der Visualisierung von Textsammlungen wiedergeben. Für gegebene Problemstellungen in den Digital Humanities können die Studierenden beurteilen, welche Visualisierungsverfahren geeignet sind und diese selbstständig implementieren.


oder:
10-202-2322: Textdatenbanken

Nach der aktiven Teilnahme am Modul "Textdatenbanken" sind die Studierenden in der Lage:

  • grundlegende Begriffe (wie z.B. Kookkurrenz, Wortnetz, Desambiguierung) zu definieren,
  • algorithmische Lösungsansätze (u.a. POS-Tagging, Finden bedeutungsähnlicher Wörter) zu erklären und
  • algorithmische Lösungsansätze selbständig auf Problemstellungen anzuwenden.


3. Semester


06-005-0009: Innovationsprojekt

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, auf wissenschaftlicher Grundlage und auf Basis von Markt- bzw. Bedarfsanalysen projektorientiert und im Team kreativ innovative journalistische Angebote, Produkte oder Formate (weiter) zu entwickeln und umzusetzen. Das Modul führt dazu die im Studium erworbenen unterschiedlichen Kompetenzen zusammen. Die Studierenden sind in besonderer Weise und in hoher Selbstständigkeit befähigt, strategische Lösungen für die Herausforderungen des Journalismus in Zeiten des dynamischen medialen und gesellschaftlichen Wandels zu finden. Sie wenden dazu auch ihre Fertigkeiten empirischer Journalismusforschung und ihre informatikwissenschaftlichen Kenntnisse an. Sie sind zu einer zielorientierten und vertieften Kommunikation sowie einer gemeinsamen Arbeitskultur mit Informatikern und Programmierern befähigt. Die Studierenden können Projekte vor Entscheidern aus Redaktionen und Medienunternehmen präsentieren und diskutieren. Sie können Projekte kalkulieren und ihren Erfolg evaluieren.


06-005-0010: Forschungsprojekt 1

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, eigenständig ein Projekt der empirischen Journalismusforschung theoretisch und methodisch zu konzipieren. Sie sind befähigt, auf Basis aktueller Entwicklungen im Journalismus, des Theorie- bzw. Erkenntnisstands oder eines vorgegebenen Themas eine relevante Fragestellung abzuleiten, die theoretische Grundlagen und den Forschungsstand zu erarbeiten. Sie vermögen es, ein Untersuchungsdesign zu entwickeln, geeignete Methoden zu wählen, die Erhebungsinstrumente auszuarbeiten sowie die Durchführung der Studie zu planen. Sie sind in der Lage, das eigene Vorgehen kritisch zu hinterfragen und zu diskutieren. Die Studierenden können diese Kompetenzen im Team zur Anwendung bringen und den Projektstand adäquat präsentieren.


10-201-2211: Datenbanksysteme I

Nach der aktiven Teilnahme am Modul „Datenbanksysteme 1“ kennen die Studierenden die grundlegenden Eigenschaften und Vorteile von Datenbanksystemen zur Verwaltung großer Datenmengen. Sie können für eine gegebene Anwendungsbeschreibung kleinere Informationsmodelle im Entity-Relationship-Modell sowie mit UML-Klassendiagrammen erstellen und solche Modelle interpretieren. Sie kennen ferner die Merkmale  relationaler Datenbanksysteme sowie grundlegende und fortgeschrittene Anfragemöglichkeiten der Relationenalgebra sowie der standardisierten Datenbanksprache SQL. Sie können mit SQL auf einer gegebenen Datenbank einfache und komplexe Anfragen formulieren und ausführen. Die Studierenden können zudem in einem gegebenen relationalen Datenbankschema Probleme erkennen und diese mit Hilfe der Normalisierungslehre beseitigen.


Wahlpflichtbereich 2

  1. Kommunikations- und Medienwissenschaft (diverse Module aus dem M.A. KMW und M.A. Communication Management) oder
  2. Informatik: Text Mining – Wissensrohstoff Text (10-201-2301) oder Wissens- und Content Management(10 202-2323) oder
  3. Soziologie: Angewandte Statistik (06-002-106-1)

 

4. Semester


06-005-0011: Normen des Journalismus

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, journalistisch verantwortlich zu handeln: Sie können die gesetzlichen Rechte und Pflichten des Journalismus verstehen und bei ihrer journalistischen Arbeit berücksichtigen. Weitergehend vermögen sie, journalistisches Handeln unter ethischen Aspekten zu klassifizieren und zu reflektieren. Die Studierenden sind in der Lage, juristische und ethische Konflikte und Normenkollisionen in der journalistischen Arbeit zu erkennen, kritisch zu diskutieren und eine eigene Position zu entwickeln. Insbesondere können sie dabei auch die besonderen Herausforderungen des digitalen Journalismus berücksichtigen.


06-005-0012: Forschungsprojekt 2

Die Studierenden sind nach der aktiven Teilnahme am Modul in der Lage, eigenständig ein Projekt der empirischen Journalismusforschung beginnend mit der Datenerhebung durchzuführen, datenanalytisch auszuwerten und zu interpretieren sowie in einem Forschungsbericht abzufassen und in einem Vortrag vorzustellen und zu diskutieren. Sie können die eigene Forschung kritisch hinterfragen, Anregungen für weitere Forschung geben und Anwendungsbezüge zur journalistischen Praxis herstellen, um Transferwissen zu generieren. Die Studierenden können diese Kompetenzen im Team zur Anwendung bringen und den Projektstand adäquat präsentieren.