Promotion im Forschungsfeld Journalismus


Als weiterführende wissenschaftliche Qualifikation im Bereich Journalismus oder Kommunikations- und Medienwissenschaft ist eine Promotion zum doctor philosophiae (Dr. phil.) oder doctor rerum politicarum (Dr. rer. pol.) möglich. Hiermit erwerben Sie die Qualifikation für eine akademische Karriere an Universitäten und Fachhochschulen. Zugleich erlangen Sie weitere fundierte wissenschaftliche Kenntnisse, die auch im Berufsfeld des Journalismus nützlich sind, etwa in Leitungspositionen. An der Universität Leipzig besteht das Promotionsfach bereits seit 1921, damals noch als „Zeitungskunde“.

Zum Themenfeld Journalismus bieten u.a. Jun.-Prof. Dr. Markus Beiler, Jun.-Prof. Dr. Cornelia Wolf, Prof. Dr. Alexander Godulla die Betreuung eines Promotionsverfahrens an.

Promotionsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzung für ein Promotionsverfahren im Bereich Journalismus ist u. a. ein Master-, Diplom- oder Magisterabschluss in einem journalistischen, kommunikations- oder medienwissenschaftlichen Studiengang, wobei in der Regel mindestens die Note „gut“ erreicht sein sollte. Auch andere an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie vertretene Fächer, wie z. B. Politikwissenschaft oder Sozialwissenschaft sind möglich.

Der Master of Science Journalismus an der Universität Leipzig qualifiziert direkt für ein Promotionsverfahren zum Themenfeld Journalismus ebenso wie sein Vorgänger Master of Arts Journalistik und der Master of Arts Kommunikations- und Medienwissenschaft. Auch Absolventen anderer Hochschulen aus den oben genannten Studienfächern sind eingeladen, sich für ein Promotionsverfahren zu bewerben.

Promotionsleistungen

Das Promotionsverfahren läuft auf der Ebene der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie und sieht folgende Leistungen vor:

1. Dissertation: Dies ist eine selbständig erstellte schriftliche wissenschaftliche Arbeit in Form einer monografischen Einzelschrift, die das Wissenschaftsgebiet Journalismus weiterentwickelt. Die Dissertation wird von zwei Hochschullehrern begutachtet. Dissertationen zum Themenfeld Journalismus sind in der Regel empirische Forschungsarbeiten. Sie können grundsätzlich zur gesamten Breite des Fachs angefertigt werden.

2. Rigorosum: Dabei handelt es sich um eine einstündige mündliche Fachprüfung zu einem gewählten Thema, nachdem die Dissertation angenommen, d. h. bestanden ist.

3. Öffentliche Verteidigung: Diese schließt einen 30-minütigen Vortrag zur Dissertation mit anschließender Diskussion ein (nach bestandenem Rigorosum).

Promotionsbewerbung

Sollten Sie Interesse an einer Promotion zum Themenfeld Journalismusforschung haben, nehmen Sie bitte formlos per E-Mail Kontakt mit Jun.-Prof. Dr. Markus Beiler oder einem anderen als Betreuer gewünschten Hochschullehrer des Instituts auf. Bitte fügen Sie einen kurzen Lebenslauf, eine Übersicht Ihrer bisherigen Studienleistungen und ggf. bereits eine kompakte Beschreibung eines möglichen Themas für eine Dissertation bei. Dies ist Grundlage für einen Gesprächstermin, bei dem wir Sie am besten beraten können, inwieweit uns ein Promotionsvorhaben erfolgversprechend erscheint. Wir informieren hierbei über das gesamte Verfahren, die notwendigen Rahmenbedingungen und das Thema der Dissertation. Sollten wir uns grundsätzlich für eine Betreuung entscheiden, planen wir zusammen mit Ihnen die nächsten Schritte.

Promotionsbetreuung

Wir sind an einer engen und intensiven Betreuung der Promotionsverfahren interessiert, ebenso wie an einem zeitlich überschaubaren Abschluss. Sollten Sie sich zeitlich voll auf die Promotion konzentrieren können, ist ein Zeitraum von zwei bis drei Jahren zu veranschlagen (vier bis sechs Semester). Sollten Sie nebenher oder sogar hauptsächlich arbeiten, etwa als freier Journalist, sollten Sie mit einem entsprechend längeren Verfahren rechnen.

Neben der individuellen Betreuung haben Sie zudem die Möglichkeit, an einem Doktorandenkolloquium teilzunehmen, in denen regelmäßig im Kreise anderer Doktoranden über den Arbeitsfortschritt berichtet und diskutiert wird.

Für eine Promotion ist eine Aufnahme in die Doktorandenliste notwendig. Dabei werden von der Promotionskommission der Fakultät die Zulassungsvoraussetzungen geprüft. Weiterhin können sich Promovierende für ein Promotionsstudium an der Universität Leipzig einschreiben und erhalten damit den Studentenstatus und sind Mitglied der Universität.

Weitere Informationen und Unterlagen zum Promotionsverfahren