Langzeitstudie zur Nutzung Neuer Medien durch Studierende

Abteilung: Medienwissenschaft und Medienkultur

Projektleitung: Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz / Prof. Dr. Dennis Davis (Penn State University, Pennsylvania/USA)

Bei medialen Innovationen sind Schüler (14 bis 19 Jahre) und Studenten (20 bis 29 Jahre) die klassischen Pioniergruppen, die 'Early Adopters'. Aus ihrem Nutzungsverhalten lassen sich kurz- und mittelfristige Prognosen für die Penetration der Nutzung in die gesamte Gesellschaft ziehen.

Daher untersucht eine international zusammengesetzte Forschergruppe an den Universitäten Leipzig, der Partner-Universität Penn State (State College, Pennsylvania/USA) seit 1999, seit 2005 auch in Kooperation mit der Universität Otago/Dunedin (Neuseeland), in einem komparativen Langzeitprojekt die Nutzung neuer Medien durch Studierende.

Der interkulturelle Vergleich förderte erstaunliche Ergebnisse zu Tage, die das Klischee von den Vereinigten Staaten als eines medialen Trendsetters leicht modifizierten, die geschlechts-spezifischen Rollen-Klischees bei den deutschen Nutzern eher bestätigte und Verdrängungsef-fekte der Tageszeitung durch neue Medien aufzeigte. Seit 1999 wurden sechs schriftliche Befragungen zufällig ausgewählter Studierender der Kommunikations- und Medienwissenschaft an den Universitäten Leipzig und Penn State unternommen. Die jeweils 70 geschlossene Fragen umfassenden Fragebögen blieben weitgehend identisch, nahmen aber immer wieder neuere technische, mediale Entwicklungen auf. An den Befragungen nahmen jeweils insgesamt etwa 600 Studierende teil.

Integrale Bestandteile dieses Forschungsprojekts sind Dissertationen von Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen. U.a. wird eine Dissertation an der Otago University (Neuseeland) kooperativ auch in Leipzig betreut.

Finanzierung: Haushaltsfinanzierte Forschung